Die New York Times fragte vor einiger Zeit, ob Leipzig nicht das neue Berlin wäre? Dies trifft auf die zeitgenössische Kunst schon lange zu: L.E.!

Während in anderen Städten immer mehr Freiräume verschwinden, sind diese in Leipzig noch vielerorts vorhanden. Die Kunst- und Kulturszene zieht jährlich tausende neue BewohnerInnen an, die in Leipzig nach Wohn- und Arbeitsräumen suchen.

Der Leipziger Westen ist das Epizentrum dieser Entwicklung. Die KünstlerInnen der Neuen Leipziger Schule sind bereits seit den Neunziger Jahren in den Räumen der ehemaligen Baumwollspinnerei aktiv. Hier arbeiten AusnahmekünstlerInnen wie Neo Rauch, Hans Aichinger, Rayk Goetze, Rosa Loy. Hier haben die besten Galerien der Welt ihren Ursprung. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt das Plattenbaugebiet Grünau, einst eine städtebauliche Utopie. Im Zwischenraum befindet sich ein kaum beachtetes Gebiet, ein Ort der Produktion. Diesem möchten wir uns annehmen.

Im Spannungsfeld von Wohnen, Arbeiten und Kunstproduktion und -konsumption werden wir eine Vision für diesen Ort entwickeln: Ein Ort der Kunst, der Kunst des Wohnens, Arbeitens, des Überlebens. Im Team werden zu dritt Entwürfe für Teilgebiete erarbeitet, die in einem großen Stadtmodell zu einer gemeinsamen städtebaulichen Entwurfsidee zusammengeführt werden. Das Semesterprojekt wird mit einer Ausstellung vor Ort abgeschlossen und in einer Publikation dokumentiert.

baumwollspinnerei-leipzig